Sie stehen vor einer der wichtigsten Kaufentscheidungen: Neubau oder Bestandsimmobilie? In Frankfurt und dem Taunus treffen beide Kategorien auf unterschiedliche Marktbedingungen, Preisniveaus und Chancen. Dieser Ratgeber vergleicht Kaufpreise, Energieeffizienz, Fördermöglichkeiten, Instandhaltungskosten und Wertentwicklung — damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.

Was kostet Neubau vs. Bestand in Frankfurt 2026?

Der Preisunterschied zwischen Neubauten und Bestandsimmobilien in Frankfurt ist erheblich. Neubauten kosten im stadtweiten Schnitt 20 bis 35 Prozent mehr pro Quadratmeter als vergleichbare Bestandsobjekte in ähnlicher Lage. Konkret bedeutet das:

Kriterium Neubau Bestand
Kaufpreis pro m² (Frankfurt Stadt) 6.500 – 9.500 € 4.800 – 7.500 €
Kaufpreis pro m² (Taunus / Königstein) 5.500 – 8.000 € 4.200 – 7.000 €
Grunderwerbsteuer 6 % (Hessen) 6 % (Hessen)
Notarkosten & Grundbuch ca. 1,5 – 2 % ca. 1,5 – 2 %
Maklercourtage (gesetzlich) max. 3,57 % inkl. MwSt. max. 3,57 % inkl. MwSt.
Sofortige Sanierungskosten keine (Erstbezug) je nach Zustand variabel

Hinweis: Die Preisangaben sind Richtwerte für 2026 und abhängig von Lage, Zustand und Ausstattung. Bei Off-Market-Objekten — einem Spezialgebiet von Heitz Immobilien — können Preise sowohl bei Neubau als auch bei Bestand deutlich von Listenpreisen abweichen.

Energieeffizienz und Energieausweis: Was Sie wissen müssen

Seit der Verschärfung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) ist Energieeffizienz kein optionaler Vorteil mehr — sie ist kaufentscheidend. Ein Haus mit Energieeffizienzklasse A oder B spart gegenüber einem Haus der Klasse E bis G jährlich mehrere tausend Euro Heizkosten.

Neubau: Energetische Mindeststandards seit 2023

Alle seit 2023 fertiggestellten Neubauten müssen den Effizienzhaus-55-Standard (EH55) erfüllen oder besser sein. Moderne Wärmepumpen, dreifach verglaste Fenster, kontrollierte Wohnraumlüftung und Photovoltaik sind in vielen Projekten Standard. Sie kaufen also Sicherheit gegen steigende Energiekosten.

Bestand: Energieausweis Pflicht beim Kauf

Beim Kauf einer Bestandsimmobilie muss der Verkäufer einen gültigen Energieausweis vorlegen — als Verbrauchs- oder Bedarfsausweis. In der Anzeige muss die Energieeffizienzklasse bereits ausgewiesen sein. Fehlt dieser Nachweis, drohen Bußgelder. Kaufen Sie eine Bestandsimmobilie mit Effizienzklasse D oder schlechter, sollten Sie eine mögliche Sanierungspflicht einkalkulieren.

"Ein Bestandshaus der Klasse F in Top-Lage kann ein besseres Investment sein als ein Neubau in weniger gesuchter Lage — wenn die Sanierungskosten realistisch eingepreist sind."

Welche Förderungen gibt es für Neubau und Sanierung?

KfW-Förderung für Neubauten

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die KfW bieten für energieeffiziente Neubauten attraktive Programme an:

KfW-Förderung für Bestandssanierungen

Wer eine Bestandsimmobilie kauft und saniert, hat ebenfalls Zugang zu substanziellen Förderprogrammen:

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Instandhaltungskosten: Der unterschätzte Faktor

Ein Neubau hat in den ersten Jahren kaum Instandhaltungsbedarf. Doch diese Phase endet — und dann zählt, wie gut das Gebäude gebaut wurde. Eine Bestandsimmobilie dagegen kann bei schlechter Pflege erhebliche Investitionen erfordern.

Typische Instandhaltungskosten Bestandsimmobilien in Frankfurt

Als Faustregel gilt: Für Bestandsimmobilien sollten Sie als Käufer eine jährliche Instandhaltungsrücklage von 1 bis 1,5 Prozent des Kaufpreises einplanen — bei Altbauten mit Modernisierungsstau auch mehr. Bei Eigentumswohnungen in einer WEG regelt der Wirtschaftsplan die Höhe der Rücklage.

Wertentwicklung: Neubau und Bestand im Langzeitvergleich

Langfristig zeigen beide Kategorien in Frankfurt und dem Taunus Wertsteigerungen. Einige wichtige Beobachtungen:

Bestandsimmobilien in Toplagen — oft das bessere Investment

Bestandsimmobilien in etablierten Frankfurter Lagen — Westend, Sachsenhausen, Nordend, Bornheim — und in begehrten Taunusgemeinden wie Königstein, Bad Homburg und Kronberg haben in den letzten 15 Jahren teils überdurchschnittliche Wertzuwächse erzielt. Der Vorteil: Diese Lagen sind gewachsen, die Infrastruktur ist ausgereift, und das Käuferpotenzial ist hoch.

Neubau: Energetischer Vorsprung als Wertstabilisator

Ab 2030 sind in der EU zunehmend energetische Mindeststandards bei Vermietung und Verkauf vorgeschrieben. Neubauten mit Effizienzhaus-55-Standard oder besser werden davon weniger betroffen sein als ältere Bestandsobjekte. Das ist ein struktureller Wertvorteil, der sich in Marktpreisen zunehmend abbildet.

Was sagt die Lage?

Ob Neubau oder Bestand — die Lage bleibt der entscheidende Werttreiber. Ein sanierungsbedürftiges Haus in Sachsenhausen übertrifft in der Wertentwicklung einen Neubau in weniger gesuchter Lage fast immer. Die Kombination aus bester Lage und hochwertigem Zustand ist das Idealszenario — aber auch das teuerste.

"In Frankfurt entscheidet die Lage. Neubau in Biedenkopf oder Bestand im Westend — das ist keine Frage des Baujahrs, sondern des Marktes."

Für wen eignet sich was? Eine ehrliche Einschätzung

Neubau eignet sich besonders für:

Bestandsimmobilie eignet sich besonders für:

Off-Market-Objekte: Neubau und Bestand abseits des Massenmarkts

Heitz Immobilien ist auf diskrete Off-Market-Transaktionen spezialisiert — sowohl bei Bestandsobjekten als auch bei ausgewählten Neubauvorhaben. Unser Netzwerk umfasst über 5.000 geprüfte Käufer und ermöglicht es uns, Objekte ohne öffentliche Exposés zu vermitteln. Das schützt Verkäufer und gibt Käufern Zugang zu Immobilien, die nie auf Portalen erscheinen.

Wenn Sie aktiv nach einer Immobilie suchen — ob Neubau oder Bestand — empfehlen wir Ihnen, sich in unser Käufernetzwerk eintragen zu lassen. So werden Sie informiert, sobald ein passendes Off-Market-Objekt verfügbar ist.

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FAQ: Neubau vs. Bestandsimmobilie in Frankfurt

Ist Neubau oder Bestand in Frankfurt günstiger?

Neubauten kosten im Schnitt 20–35 % mehr pro Quadratmeter als Bestandsimmobilien in ähnlicher Lage. Energiekosten und ausbleibende Sanierungen relativieren diesen Aufpreis langfristig teilweise.

Welche Förderungen gibt es für Neubauten in Frankfurt?

KfW-Programme wie Klimafreundlicher Neubau (297/298) und das Wohneigentumsprogramm (124) bieten zinsgünstige Darlehen bis 150.000 Euro. Zusätzlich gibt es Familienförderungen und Hessische Landesmittel.

Welchen Energieausweis brauche ich beim Kauf einer Bestandsimmobilie?

Der Verkäufer muss einen gültigen Energieausweis vorlegen — entweder als Verbrauchs- oder Bedarfsausweis. Die Effizienzklasse muss bereits in der Immobilienanzeige ausgewiesen sein.

Wann ist eine Bestandsimmobilie besser als ein Neubau?

Wenn Sie eine konkrete Lage in einem gewachsenen Stadtquartier bevorzugen, flexibel in der Gestaltung sein wollen oder ein günstigeres Einstiegspreisniveau mit Wertsteigerungspotenzial suchen.

Wie entwickeln sich Neubau- und Bestandspreise in Frankfurt?

Langfristig zeigen beide Kategorien Wertsteigerungen. Bestandsimmobilien in Top-Lagen haben historisch stark zugelegt. Neubauten profitieren von Energiestandards, die bei künftigen Sanierungspflichten im Vorteil sind.

Kann ich Off-Market-Immobilien als Bestand kaufen?

Ja. Heitz Immobilien vermittelt sowohl Bestandsobjekte als auch ausgewählte Neubauvorhaben diskret über unser Netzwerk von über 5.000 geprüften Käufern — ohne öffentliche Inserate.