Transparente Antworten zu Provision, Courtage und Bestellerprinzip – von einem Makler, der seit 1973 in Frankfurt tätig ist.
Die Frage nach den Maklerkosten gehört zu den ersten, die Käufer und Verkäufer in Frankfurt stellen. Die Antwort ist klarer als viele denken: In Frankfurt am Main beträgt die marktübliche Maklerprovision 3,0 % des Kaufpreises zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 19 %. Das ergibt einen Nettobetrag von 3,57 % je Partei.
Da seit Dezember 2020 Käufer und Verkäufer die Provision je zur Hälfte tragen, beläuft sich die Gesamtcourtage auf 6,0 % netto bzw. 7,14 % brutto – gemessen am vereinbarten Kaufpreis. Diese Aufteilung gilt verbindlich für alle Wohnimmobilien (§ 656c BGB).
| Kaufpreis | Provision Verkäufer (3,57 %) | Provision Käufer (3,57 %) | Gesamt |
|---|---|---|---|
| 400.000 € | 14.280 € | 14.280 € | 28.560 € |
| 600.000 € | 21.420 € | 21.420 € | 42.840 € |
| 850.000 € | 30.345 € | 30.345 € | 60.690 € |
| 1.200.000 € | 42.840 € | 42.840 € | 85.680 € |
Die genannten 3,57 % je Partei sind der Markstandard in Frankfurt – kein gesetzliches Minimum. In Einzelfällen, etwa bei sehr hohen Kaufpreisen oder besonders einfachen Transaktionen, können Sätze variieren. Ein seriöser Makler spricht offen über seine Konditionen.
Bis Ende 2020 war es in der Praxis gang und gäbe, die gesamte Provision allein dem Käufer aufzubürden. Das ist vorbei. Das Gesetz unterscheidet heute klar zwischen zwei Konstellationen:
Doppeltes Tätigwerden (§ 656c BGB): Hat der Makler sowohl für Verkäufer als auch für Käufer gearbeitet, muss die Provision gleichmäßig aufgeteilt werden. Kein Teil darf mehr zahlen als der andere.
Einseitige Beauftragung (§ 656d BGB): Hat nur der Verkäufer den Makler beauftragt, kann die Provision maximal zur Hälfte auf den Käufer abgewälzt werden. Den restlichen Teil trägt der Auftraggeber selbst.
„Wer bestellt, zahlt mindestens die Hälfte." Das ist der Kern des Bestellerprinzips für Kaufimmobilien – seit Dezember 2020 verbindlich für ganz Deutschland.
In der Praxis bedeutet das für Frankfurt: Verkäufer, die einen Makler beauftragen, tragen heute aktiv Mitverantwortung für die Provisionsaufteilung. Das ist fair – und schafft gleichzeitig mehr Transparenz auf beiden Seiten.
Am 23. Dezember 2020 trat das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser" in Kraft. Es wurde als §§ 656a bis 656d ins BGB aufgenommen und gilt bundesweit für alle Kaufverträge, die nach diesem Datum abgeschlossen wurden.
Das Gesetz gilt ausdrücklich nur für Wohnimmobilien – also Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser. Bei Gewerbeimmobilien, Mehrfamilienhäusern oder Grundstücken ohne Bebauung gelten weiterhin die alten Regelungen. Hier kann die Provision frei vereinbart werden.
Gilt seit: 23. Dezember 2020
Gilt für: Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser (Kauf)
Gilt nicht für: Gewerbe, Mehrfamilienhäuser, Grundstücke, Mietwohnungen*
Kernregel: Wer den Makler beauftragt, zahlt mindestens 50 % der Provision
* Für Mietwohnungen gilt das Bestellerprinzip bereits seit 2015 vollständig: Vermieter zahlen immer, Mieter nie.
Frankfurt ist einer der begehrtesten Immobilienmärkte Deutschlands – und genau deshalb ist professionelle Begleitung kein Luxus, sondern eine strategische Entscheidung. Die Frage ist nicht, ob ein Makler Kosten verursacht, sondern ob er mehr einbringt als er kostet.
„Provision ist kein Kostenfaktor – sie ist ein Investment. Ein erfahrener Makler holt den Mehrbetrag in der Regel durch bessere Preisverhandlung, kürzere Vermarktungszeit oder vermiedene Fehler wieder herein."
Viele Menschen haben eine ungefähre Vorstellung davon, was ein Makler macht – aber die Bandbreite dessen, was professionelle Betreuung wirklich bedeutet, wird oft unterschätzt. Hier ist, was Sie von einem erfahrenen Makler in Frankfurt erwarten dürfen:
Eine fundierte Bewertung Ihrer Immobilie auf Basis aktueller Vergleichsdaten, lokaler Marktkenntnis und einer nüchternen Einschätzung von Lage, Zustand und Zielgruppe. Ein zu hoher Preis kostet Monate. Ein zu niedriger kostet Geld. Die richtige Balance ist Erfahrungssache.
Professionelle Fotografie, aussagekräftige Grundrisse, ein hochwertiges Exposé und gezielte Platzierung auf den relevanten Plattformen – von ImmoScout24 bis zum direkten Netzwerkkontakt. Bei Heitz umfasst das auch internationales Marketing für Käufer aus dem Ausland.
Nicht jede Immobilie muss öffentlich angeboten werden. Heitz Immobilien verfügt über ein geprüftes Netzwerk mit mehr als 5.000 qualifizierten Kaufinteressenten. Das bedeutet: schnellere Transaktionen, weniger Besichtigungsaufwand und maximale Diskretion für sensible Objekte.
Nur vorgequalifizierte Interessenten betreten Ihre Immobilie. Das schützt Ihre Privatsphäre und spart Zeit. Seriöse Makler prüfen die Finanzierbarkeit, bevor ein Termin vereinbart wird.
Preisverhandlungen sind ein Kernstück der Maklertätigkeit. Ein erfahrener Verhandlungsführer weiß, wo Spielraum ist, wie man Kaufpreisargumente einordnet und wie man beide Seiten zum Abschluss führt. Dazu gehört auch die Begleitung bis zur notariellen Beurkundung.
Von der Kaufvertragsprüfung über die Koordination mit dem Notar bis zur Schlüsselübergabe – ein professioneller Makler stellt sicher, dass keine formalen Fehler entstehen, die später teuer werden können.
Wir beraten Sie unverbindlich zu Marktwert, Provisionssatz und dem optimalen Vorgehen für Ihre Situation.
Ja, provisionsfreie Angebote existieren – aber sie sind die Ausnahme und kommen fast ausschließlich bei Neubau-Direktverkäufen vom Bauträger vor. In diesen Fällen zahlt der Bauträger dem Makler eine Innenprovision, die in den Kaufpreis eingerechnet ist. Der Käufer zahlt also indirekt.
Im freien Wiederverkaufsmarkt für Bestandsimmobilien in Frankfurt ist provisionsfreier Verkauf strukturell kaum darstellbar: Ein professioneller Vermarktungsauftrag – mit Fotografie, Bewertung, Marketing, Qualifizierung, Verhandlung und Abwicklung – kostet Zeit und Ressourcen. Makler ohne Provision arbeiten in diesem Segment entweder mit versteckten Gebühren oder bieten keine vollständige Dienstleistung.
Wenn ein Anbieter keine Provision verlangt, lohnt es sich, genau hinzuschauen: Gibt es eine Vorabgebühr? Eine Listinggebühr? Wird das Objekt tatsächlich aktiv vermarktet? Oder wird es nur passiv auf Portalen gelistet? Provision ist das Modell, das Makler zum maximalen Einsatz motiviert – weil sie nur im Erfolgsfall verdienen.
Der Immobilienmarkt ist reguliert, aber nicht so stark wie manche andere Branchen. Ein Gewerbeschein reicht aus, um als Makler tätig zu sein. Deshalb ist die eigene Prüfung des Maklers wichtig. Diese Punkte helfen bei der Einschätzung:
Heitz Immobilien ist seit 1973 in Frankfurt tätig, IHK-zertifiziert und IS24 Gold-Partner. Alle Konditionen werden im ersten Gespräch transparent besprochen – ohne Druck, ohne Überrumpelung.
Im Alltag werden die Begriffe oft synonym verwendet – tatsächlich bezeichnen sie dasselbe: die erfolgsabhängige Vergütung, die ein Makler für seine Vermittlungsleistung erhält. Sie wird erst fällig, wenn der notarielle Kaufvertrag unterzeichnet ist.
Courtage ist der im deutschen Immobilienmarkt traditionellere Begriff und hat seinen Ursprung im Französischen. Provision ist der allgemeinere Begriff, der in vielen Vertriebsbereichen üblich ist.
Beide Begriffe beschreiben ein und dasselbe Prinzip: Der Makler trägt das unternehmerische Risiko und verdient nur, wenn er erfolgreich vermittelt. Das unterscheidet ihn von Beratern auf Stundenbasis und setzt einen starken Anreiz zur aktiven Vermarktung.
„Ein Makler auf Provisionsbasis hat dasselbe Ziel wie Sie: den bestmöglichen Abschluss. Keine Provision bedeutet keine Einnahme – das schafft eine echte Interessengemeinschaft."
Die Maklerprovision wird erst mit dem rechtswirksamen Kaufvertragsabschluss beim Notar fällig. Erst dann ist die Vermittlung vollbracht. Vorauszahlungen, Bearbeitungsgebühren oder Kosten für die Besichtigung darf ein seriöser Makler nicht verlangen.
Für Privatpersonen ist die Maklerprovision beim Kauf einer selbst genutzten Immobilie in der Regel nicht steuerlich absetzbar. Sie zählt zu den Anschaffungsnebenkosten, erhöht also die Abschreibungsbasis bei Vermietungsobjekten. Für Kapitalanleger kann die Provision daher steuerlich relevant sein – sprechen Sie dazu mit Ihrem Steuerberater.
Sie haben konkrete Pläne? Wir beantworten Ihre Fragen zur Provision, zur Bewertung Ihrer Immobilie und zum optimalen Vorgehen – ehrlich, direkt und ohne Verkaufsdruck.